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Rheinschifffahrt sichert Landesversorgung

28.10.2010

Zeitweilige Schliessung der Raffinerie Cressier NE

Die vorübergehende Ausserbetriebnahme der Petroplus-Raffinerie in Cressier NE aufgrund der französischen Streiks schürt Ängste: Hat die Schweiz genügend Mineralöl-Vorräte, um die Nachfrage zu decken? Diese Ängste sind unbegründet: Die Rheinschifffahrt via Rheinhäfen und die Bahn stellt die Landesversorgung sicher.

Die Streiks im französischen Mittelmeerhafen Marseille-Fos führten dazu, dass schon seit drei Wochen kein Rohöl via Pipeline an die Raffinerie von Petroplus geliefert wurde. Eine grosse Anzahl Öltanker liegt blockiert vor dem Seehafen. Die Rheinschifffahrt hingegen war seit Beginn der Streikbewegung nur gerade drei Mal kurz unterbrochen (je ein Mal an den Schleusen Gambsheim, Fessenheim und Ottmarsheim). In allen Fällen dauerten die Behinderungen nur wenige Stunden.

„Derart kurze Sperrungen haben keinen Einfluss auf die Versorgung“, erläutert HansPeter Hadorn, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen. Aufgrund des völkerrechtlichen Status der Mannheimer Akte ist der freie Schiffsverkehr auf dem Rhein ein international garantiertes Recht, das von allen Rheinanliegerstaaten respektiert wird.

Etwa vierzig Prozent des Erdöl-Imports erreichen die Schweiz via Pipeline MarseilleFos und Genua zu den beiden Inland-Raffinerien in Collombey VS und Cressier NE. Ungefähr je ein Drittel der Mineralölprodukte erreicht die Schweiz über den Rhein und über die Bahn. Das Beispiel der Streiks in Frankreich zeigt die Notwendigkeit rasch verfügbarer und zuverlässiger alternativer Versorgungswege und Tanklagerkapazitäten wie der Rheinschifffahrt via Rheinhäfen auf. Die Rheinschifffahrt und die Umschlagsterminals verfügen über genügend Kapazität, um solche Engpässe aufzufangen und kurzfristig die Importe zu erhöhen.

Medienmitteilung