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Entwicklungsvision 3Land − Absichtserklärung für die trinationale Hafen- und Stadtentwicklung durch Huningue, Weil am Rhein und Basel unterzeichnet

26.09.2011

Ausgehend von einer langfristigen Entwicklung des Basler Hafenareals wurde unter dem Titel „3Land“ in Zusammenarbeit zwischen den Städten Huningue, Weil am Rhein und Basel eine grenzüberschreitende Vision für die künftige Hafen- und Stadtentwicklung erarbeitet. Sie wurde vom renommierten holländischen Planungsbüro MVRDV in Zusammenarbeit mit den Basler Planern Philippe Cabane und Martin Josephy erarbeitet. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekennen sich die drei Städtepartner zu einer gemeinsamen Planung.

Heute unterzeichneten Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Basel-Stadt, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Weil am Rhein, und Monsieur le Maire Jean-Marc Deichtmann, Huningue, eine Absichtserklärung für die trinationale Stadtentwicklung auf den Hafenarealen und den angrenzenden Gebieten. Damit bekennen sie sich zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Ziel einer aufeinander abgestimmten Entwicklung des Stadtraums entlang des Rheins rund um das Dreiländereck zu einer urbanen Teilstadt innerhalb der trinationalen Agglomeration Basel.

Das als „3Land“ bezeichnete Entwicklungsgebiet umfasst rund 175 Hektaren beidseits des Rheins zwischen der Dreirosenbrücke und der Palmrainbrücke. Mit den unterschiedlichen Stadtquartieren, wie sie in der Entwicklungsvision 3Land skizziert sind, kann Raum für je 10’000 neue Einwohner/innen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit wird eine neue Zukunftsperspektive für die ganze Region eröffnet. Die drei Städte vereinbaren heute, diese Planung gemeinsam zu einem „trinationalen Masterplan“ weiterzuentwickeln mit dem Ziel eines städtebaulichen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mehrwerts gegenüber nicht abgestimmter Entwicklungen – als Win-win-Situation für alle Partner. Dies gibt den drei Partnern die Möglichkeit, eine den jeweiligen Zielen und Bedürfnissen entsprechende Entwicklung von hohem Niveau und Wert zu erreichen. Die weiteren Planungen erfolgen in Abstimmung mit den Grundeigentümern, in erster Linie den auf den Arealen tätigen Grossfirmen und Häfen.

Im Rahmen der 3Land Entwicklungen soll der Süden von Huningue durch neue Unternehmen im Bereich der Life Sciences, Forschung oder Dienstleistung und neuen Wohnraum belebt werden und eine neue Dynamik entfalten. Im Norden der Stadt kann sich ein neues Eco-Quartier direkt am Rhein entwickeln. Die Planungen des zu erarbeitenden trinationalen Masterplans werden auf Seite der Stadt Huningue durch Instrumente auf kommunaler und regionaler Ebene umgesetzt: Der SCOT (Schéma de Cohérence Territoriale) muss die angedachte Brücke über den Rhein integrieren, während die Ergebnisse des zu erarbeitenden Masterplans in die städtische Nutzungsplanung PLU (Plan local d'urbanisme) übernommen werden.

In Friedlingen sucht der deutsche Partner die Möglichkeit, Weil „an den Rhein“ zu bringen. Dabei soll der bestehende Hafen- und Gewerbestandort schrittweise nachverdichtet, urbanisiert und attraktiver gestaltet werden. Die Stadt erarbeitet auf der Basis des zu erarbeitenden Masterplans einen sogenannten „Rahmenplan“ unter Beteiligung von Politik und Bürgerschaft, der Eigentümer und Hafenwirtschaft.

Im Zentrum der baselstädtischen Planung steht die zukünftige Nutzung von Klybeck- und Westquai im Sinne der bereits 2010 vorgestellten Hafen- und Stadtentwicklung. Die Ergebnisse des Masterplans wie auch die Verlagerung des Containerumschlags Schiff-Bahn – mit einem neuen Containerterminal auf dem Areal des ehemaligen badischen Rangierbahnhofs inkl. Hafenbecken und Option Hafenbahnhof als Voraussetzung dazu – fliessen in einen Stadtteilrichtplan ein, zu welchem die Bevölkerung im Rahmen einer Planauflage beteiligt wird.

Als erster Schritt der Planungen werden die Rheinufer am Klybeckquai und in Huningue der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Während in Basel dazu eine kurzfristige provisorische Umgestaltung für 2012 in Vorbereitung ist, hat auf der Elsässer Seite der Präfekt seine Zustimmung zum lange blockierten Verfahren eines neuen Rheinuferweges in Aussicht gestellt.

Medienmitteilung

Absichtserklärung