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Wieviel Hafen braucht das Dreiland?

25.07.2012

Zweiter Wettbewerb „Hafen der Zukunft 2020“ der ARGE RheinPorts

Zu Beginn des Jahres 2012 hatte die Arbeitsgemeinschaft RheinPorts, ein Zusammenschluss der Hafengesellschaften in Basel, Mulhouse und Weil am Rhein, zum zweiten Mal den Hochschulwettbewerb „Hafen der Zukunft 2020“ ausgeschrieben. Es waren Vorschläge zu erarbeiten, welche Wege die ARGE RheinPorts für eine zukunftsorientierte Entwicklung beschreiten könnte. Im Rahmen einer besonderen Lehrveranstaltung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach konnte der Aufsichtsratsvorsitzende der Rheinhafengesellschaft Weil am Rhein, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, jetzt eine Urkunde und einen Geldpreis an die von einer Jury ermittelten Preisträgerin, Frau Giannina Stehr, überreichen. Frau Stehr kommt aus dem Hause Dachser und studiert im 2. Semester Spedition, Transport und Logistik an der DHBW Lörrach.

Verbesserungsvorschläge aus anderen Bereichen adaptieren
In ihrem Kurzvortrag machte die Preisträgerin deutlich, dass der weiter zunehmende Containerumschlag in den belgischen und niederländischen Nordseehäfen auch die RheinPorts ständig dazu zwingt, ihre Prozesse weiter zu optimieren, um das steigende Volumen effizient abzuwickeln. Als wesentliche Verbesserungen identifizierte sie eine Modernisierung der Infrastruktur und vor allem ein verbessertes elektronisches Kommunikationssystem. Dieses solle die drei Häfen mit ihren einzelnen Standorten untereinander und auch mit den Carriern (Reedereien, Bahngesellschaften, Straßenverkehrsunternehmen) verbinden. Dazu könnte eine Software herangezogen werden, wie sie mit z. B. mit Portbase in den beiden Seehäfen Rotterdam und Amsterdam bereits im Einsatz ist. Um Staus in den Häfen zu vermeiden, könnten die Binnenschiffer und Hafenbetreiber von Lösungen profitieren, wie sie für ein besseres Rampenmanagement im LKW-Verkehr erarbeitet wurden. Eine weitere Optimierung der Prozesse ließe sich durch die Indienststellung einer Port Feeder Barge erreichen, so die Studentin.

RheinPorts – die südlichste Containerdrehscheibe am Rhein

In seiner Laudatio ging der Weiler Oberbürgermeister Dietz auf die Bedeutung der RheinPorts als südlichste Containerdrehscheibe am Rhein ein. Die drei Binnenhäfen eröffnen den bedeutenden Produktionsunternehmen am südlichen Oberrhein einen Zugang zu den globalen Märkten. Um die Attraktivität des Dreilands zu erhalten und zu stärken, müsse die Transport- und Logistikwirtschaft in der Region ökonomisch und ökologisch stets auf dem aktuellen Stand sein. Hierzu könne der Hochschulwettbewerb „Hafen der Zukunft 2020“, der gemeinsam von RheinPorts und der DHBW Lörrach zum zweiten Mal durchgeführt wurde, einen Beitrag leisten. „Mit ihrer in Englisch geschriebener Projektarbeit hat Frau Stehr einige sehr wichtige Denkanstöße geliefert“, so Dietz. Ziel des Wettbewerbs sei es auch, mit jungen Menschen Visionen, Ideen, Meinungen und Ansichten junger Menschen zum Thema Hafen und Binnenschifffahrt zu diskutieren. Deshalb seien die Vertreter aller drei Häfen, der Jury und er gerne in das Auditorium der DHBW Lörrach gekommen. Seitens der Hochschule betonte der zuständige Studiengangsleiter, Prof. Schwolgin, dass dieser Wettbewerb eine hervorragende Ergänzung des dualen Logistikstudiums darstellt, da er den Studierenden nicht nur zusätzliche Einblicke in einen ökonomisch und ökologisch wichtigen Transportzweig erlaube, sondern auch die Möglichkeit biete, ihr erlerntes Wissen in konkrete Vorschläge umzusetzen und mit Vertretern der Praxis zu erörtern.

Medienmitteilung