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Moderne Anlagen für die Kabinenschifffahrt

22.05.2012

Medienorientierung SRH und SVS

Das Interesse an Kreuzfahrten auf dem Rhein ist immens und die bestehenden Anlegestellen in Basel genügen den technischen Standards teilweise nicht mehr. Daher haben die Schweizerischen Rheinhäfen eine Erweiterung der Steigeranlagen beim St. Johanns-Park in Basel beschlossen, die bis zur Baselworld 2013 umgesetzt werden soll. Für den Tourismus ist dies ein grosser Gewinn, die Branche begrüsst die Massnahme.

In den vergangenen Jahren sind die Passagierzahlen in der Flusskreuzschifffahrt stark gewachsen. Die zwei regulären Anlegestellen St. Johann und Dreiländereck sowie die Ausweichanlegestelle am Klybeckquai frequentierten 2011 fast 110'000 Passagiere, 13% mehr als im Vorjahr. Im 5-Jahres-Vergleich 2006 - 2010 stieg die Passagierzahl um 78%.

Neue Infrastrukturen
Die Anlegestellen in Basel können mit diesem Wachstum nicht mehr Schritt halten. Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Rheinhäfen hat daher einen Ausbaukredit für die Anlegestelle St. Johann bewilligt. Die Mittel in der Höhe von 2,4 Mio. Franken werden für zwei Verbesserungen eingesetzt:

Erstens wird der obere der beiden Steiger rheinaufwärts verschoben, so dass dort längere Schiffe anlegen können. Bislang können nur Schiffe mit einer Länge von höchstens 110 Metern dort liegen. Die Mehrzahl der neu gebauten Schiffe weist jedoch heute eine Länge von 135 Metern auf. Genügend Anlegestellen für diese Schiffe zur Verfügung zu haben, ist für die Branchenvertreter Daniel Buchmüller und Willem de Zeeuw ein zentraler Punkt.

Zweitens werden die Steigeranlagen mit einem modernen Stromsystem ausgerüstet. Fahrgastschiffe dürfen in Basel wegen der Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen während der Liegezeit ihre Motoren nicht betreiben und daher auch keinen Strom auf diese Weise produzieren. An den Steigern gibt es deshalb Landstrom-Anschlüsse. Immer mehr Schiffe verfügen über den moderneren Standard „Powerlock“, mit dem nun auch der Steiger St. Johann nachgerüstet wird.

Zukunftsorientierte Planung
„Diese Neuerungen schaffen die nötige Kapazitätsreserve für die kommenden Jahre und ermöglichen die optimierte Nutzung des Steigers St. Johann, der bei den Gästen und den Tour Operators aufgrund seiner Stadtnähe und seiner günstigen Anbindung an den öffentlichen Verkehr sehr beliebt ist“, kommentiert Direktor Hans-Peter Hadorn den Entscheid. Die mittel- und längerfristigen Bedürfnisse der Fahrgastschifffahrt, auch im Zusammenhang mit der schrittweisen Aufwertung der Rheinufer im Stadthafen Kleinhüningen, werden bis 2014 im Rahmen des EUInterrreg-Projektes „Connecting Citizen Ports 21“ zusammen mit allen Partnern der Branche analysiert und gemeinsame Lösungen erarbeitet.

Weiteren Handlungsbedarf orten die Branchenvertreter Buchmüller und De Zeeuw im Bereich Personalrekrutierung. Im nautischen, vor allem aber im Hotellerie-Bereich gestaltet sich diese sehr schwierig: „Da solches Personal in der Schweiz kaum und im EU-Ausland nur in unzureichender Zahl rekrutiert werden kann, ist die Branche auf aussereuropäische Arbeitskräfte, etwa aus Indonesien, angewiesen. Hier stellt aber das Schweizer Recht gewisse Hürden auf“, so Daniel Buchmüller.

Aktuelles aus der Güterschifffahrt
Erleichtert zeigte sich André Auderset, Geschäftsführer des Schweizer Branchenverbandes SVS, über die aktuelle Situation der Güterschifffahrt auf dem Rhein. Im Gegensatz zum Vorjahr würden stabile Wasserverhältnisse herrschen und es habe bislang auch keine besonderen Vorkommnisse gegeben wie 2011 mit der Havarie vor der Loreley und wochenlanger Rheinsperre. „2011 war ein absolutes Ausnahmejahr im schlechten Sinne – nun sind wir wieder in der Normalität“, ergänzte Auderset. Sorgen machten aber die wirtschaftlichen Bedingungen im EU-Raum, die sich auch auf den Schweizer Export auswirkten – und der wiederum gehe eben zu einem guten Teil via Schiff und die Seehäfen ab. Erfreulich entwickle sich dafür der Bereich Mineralölprodukte; hier habe die Rheinschifffahrt die Ausfälle bei den inländischen Raffinerien problemlos kompensieren können.

Medienmitteilung

Präsentation