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Rheinschifffahrt sichert Landesversorgung

22.08.2017

Seit gut einer Woche ist die Rheintalbahnstrecke bei Rastatt unterbrochen. Für die Güterverkehre auf der Bahn hat dies im Import/Export und Transitverkehr einschneidende Kapazitätsengpässe zur Folge. In den vergangenen Tagen ist eine vermehrte Nachfrage nach Binnenschiffsverbindungen von den Seehäfen zu den Schweizerischen Rheinhäfen feststellbar. Die Rheinschifffahrt verfügt über genügend Kapazitäten, um die Mehrverkehre aufzunehmen. Das Ereignis zeigt deutlich, es braucht alle Transportarten (Rhein, Bahn, Strasse, Luft) und effiziente trimodale Infrastrukturen, um auch im Ereignisfall die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Der Unterbruch der Rheintalbahnstrecke bei Rastatt (D) entlang des wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridors Rotterdam-Basel-Genua ist eine ausserordentliche Situation. Die Verlader, Spediteure und Logistiker müssen in Kürze Alternativen für den sicheren und effizienten Transport der Güter organisieren. Die Binnenschifffahrt auf dem Rhein verzeichnet in den vergangenen Tagen viele Anfragen für Transportleistungen, die sonst über andere Verkehrsträger abgewickelt werden. Die Rheinschifffahrt kennt keine Staus und ist ein ökologischer Verkehrsträger. Die Kapazitäten können innert weniger Tage aufgebaut und mehr Schiffe in Einsatz gebracht werden. Zudem sind in den Rheinhäfen die Lade- und Löschkapazitäten für den Umschlag vorhanden und können auch längerfristig gewährleistet werden. Beim Containertransport verschärft sich die Kapazitätsfrage allerdings, weshalb Investitionen in diesem Bereich mit einem neuen trimodalen Containerterminal dringend notwendig sind.

Der geografische Vorteil unserer Region ist es, dass verschiedene Verkehrsträger: Schiff, Bahn und Lastwagen effiziente Transportleistungen erbringen und verknüpfen können. Es ist somit möglich, auf Kapazitätsengpässe einzelner Verkehrsträger rasch und effizient zu reagieren. Die Rheinschifffahrt ist ein Garant dafür, dass die Versorgungssicherheit der Schweiz jederzeit gewährleistet werden kann. Zudem unterstützen die für die Jahreszeit günstigen Wasserstände die Binnenschifffahrt zusätzlich. Die Dauer der Unterbrechung der Rheintalstrecke ist derzeit noch unklar, die Rheinschifffahrt wird Transportleistungen aber dauerhaft zu ökologischen und ökonomisch attraktiven Bedingungen erbringen können.

Aus Sicht der Versorgungssicherheit zeigt der Unterbruch einer Güterhauptarterie augenfällig die Notwendigkeit der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Versorgungswege (Bahn, Rhein – Bahn, Strasse) auf. Dazu sind entsprechend ausgelegte Infrastrukturen wie ein neues trimodale Containerterminal ein wesentlicher Lösungsbeitrag.

Medienmitteilung


Auskünfte:
Schweizerische Rheinhäfen, Simon Oberbeck, Beauftragter Kommunikation und Verkehrspolitik, Tel. +41 61 639 95 97; Mail: simon.oberbeck@portof.ch

Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft
André Auderset, Geschäftsführer, Tel. +41 61 631 29 19; Mail: info@svs-ch.ch