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Bootsunglück: Betroffenheit bei den SRH und dem TBA

04.09.2012

Das am Freitag auf dem Rhein verunglückte Boot der HafenCity Universität Hamburg war im Auftrag der Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) und des Tiefbauamtes Basel-Stadt (TBA) unterwegs. Es sollten neue Vermessungsgeräte getestet sowie, die Rheinsole und Bauten im Unterwasserbereich vermessen werden. Der wissenschaftliche Leiter der vierköpfigen Besatzung ist am Samstag gegen Abend seinen Verletzungen erlegen, der Bootsführer wird vermisst. Bei den mit dem Vermessungsprojekt befassten Mitarbeitenden der SRH und des TBA, welche die Besatzungsmitglieder seit längerem kennen, ist die Betroffenheit über das Unglück gross.

Während der Bordingenieur und ein Student des Instituts für Geodäsie und Hydrographie der HafenCity Universität Hamburg (HCU) das Unglück leicht verletzt überlebten, wird der Bootsführer weiterhin vermisst, und der wissenschaftliche Leiter, Professor Dr.-Ing. Volker Böder, verstarb am Samstag gegen Abend im Universitätsspital Basel. Die vier Besatzungsmitglieder des Vermessungsboots „Level A“ der HCU waren mit seit längerem vorbereiteten Vermessungsarbeiten auf dem Rhein oberhalb der Schwarzwaldbrücke befasst, als sie mit einem belgischen Frachtschiff kollidierten. Die Unfallursache wird zur Zeit
von der Staatsanwaltschaft und der Polizei untersucht.

Die mit dem Vermessungsprojekt befassten Mitarbeiter des TBA und der SRH sind tief betroffen über das schwere Unglück. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Instituts für Geodäsie und Hydrographie der HCU war intensiv und kollegial, sie begann 2010 mit dem Projekt, die Rheinsole in Basel detailliert mit neuster Technologie zu vermessen. Das verunglückte Boot war zu Testzwecken bereits im Sommer 2011 im Auftrag des TBA und der SRH in Basel unterwegs. Die damaligen Arbeiten und Ergebnisse sind zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten ausgefallen. Es sollten neue Geräte und Technologien zum
Ausmessen der Schifffahrtsrinnen im Rhein getestet werden. Boot und Besatzung waren Anfang letzter Woche nach Basel gekommen und sollten dort noch zwei Wochen auf dem Rhein arbeiten. Während das Vermessungsprojekt Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Zusammenarbeit zwischen SRH, TBA und Bootbesatzung war, oblagen Planung und Durchführung der nötigen Fahrten der Besatzung. Der vermisste Bootsführer galt als sehr erfahren und absolut zuverlässig.

Der verstorbene Professor Böder galt in seinem Fachgebiet als geschätzter Experte. Die Direktion der SRH wie auch die Amtsleitung des TBA sprechen der Trauerfamilie und der HafenCity Universität Hamburg ihr tiefempfundenes Beileid aus.

Medienmitteilung